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  • AutorenbildJohanna Czerny

Fohlensterblichkeit

Leider ist die Fohlensterblichkeit bei Neuweltkameliden aus vielen Gründen hoch.

Bereits während der Geburt können Fohlen, auch wenn sie ausgereift sind, und auch wenn die Geburt anscheinend "normal" verläuft, Sauerstoffmangel erleiden und dadurch lebensschwach oder tot zur Welt kommen. Grund dafür kann eine vorzeitige Lösung der Plazenta sein, eine verzögerte Austreibung, eine Beckenendlage, usw.

Wichtig ist für den Besitzer, der seine Tiere gut kennt, Veränderungen wahrzunehmen und sich auf einen eventuellen Einsatz als Geburtshelfer vorzubereiten. Dazu gehören: Geburtsbeginn zu einer ungewöhnlichen Tageszeit (abends, nachts), ungewöhnliches Verhalten (Wälzen, Schreien, Pressen am Kotplatz ohne Geburtsfortschritt u.v.m.).

In jedem Fall hilfreich ist die Vorbereitung in einem Geburtshilfekurs, Zurechtlegen einiger hilfreicher Utensilien wie langer Handschuh, eine Flasche Gleitmittel, Globuli, Hausmittel (Himbeerblätter, Leinsamen,...) Wer sich getraut, in die Scheide der Stute zu fassen, kann sich einen Überblick über den Geburtsvorgang schaffen. Im Zweifelsfall bereits einen Tierarzt benachrichtigen. Nachmittags muss die Geburt abgeschlossen sein, ansonsten muss der Tierarzt kommen. Geburten in der Nacht sind selten und ungewöhnlich.

Nach der Geburt wird die Nachgeburt abgewartet. Das Cria wird gewogen und untersucht: Sind die Schneidezähne bereits durchgebrochen, ist das Fohlen ausgereift und kann selbst das Euter aufsuchen. Ein wenig Hilfe schadet nicht, jedoch steigt die Nervosität beim Besitzer, wenn das Cria nicht gleich die Milchdrüse findet. Stute anmelken und die Milch dem Kleinen auf Maul und Nase reiben, so findet das Cria die Nahrungsquelle leichter. Der Nabel reißt ab, diesen nur begutachten, nicht hingreifen! Körperöffnungen kontrollieren: Ist das Maul/die Nase/ der Anus/ die Vulva normal geformt? Weiche Ohren und Gelenke bei ausgereiften Fohlen verschwinden in den nächsten Tagen.


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